Carsten Pätzold, Beirat Nachwuchs


Hineingeboren im Jahr 1967 in eine Familie, der das Automobil und alle damit einhergehenden Techniken nicht fremd waren, lag es auf der Hand, dass auch Carsten beruflich in diese Richtung tendierte. Von 1984 bis 1988 absolvierte er eine Lehre zum Karosserie- und Fahrzeugbauer, aber schon seit 1975, also im zarten Alter von acht Jahren, schraubte er an allem, was vier Räder hatte.

1987 begann Carstens Leidenschaft für Fahrzeuge aus der Borgward-Gruppe, die ihn bis in die Gegenwart nicht verlassen hat. An die 40 Fahrzeuge hat er seitdem restauriert, viele davon werden im Schuppen 1 in der Bremer Überseestadt präsentiert.

Dieses Ende der 1950er Jahre für den  Stückgutumschlag im Bremer Überseehafen errichtete Gebäude steht inzwischen unter Denkmalschutz und beheimatet das Bremer Zentrum für Automobilkultur und Mobilität. Besonders hervorzuheben ist ein Lloyd LTK 600 von 1960, den Carsten behutsam wieder in Schuss gebracht hat. Wohl der letzte Überlebende seiner Art weltweit. Behutsam bedeutet in diesem Fall, viel Originalsubstanz an der Karosserie zu erhalten und die Technik für die nächsten Jahre fit zu machen. Mit diesem Projekt erhielt er 2022 den ersten Preis für die Restaurierung des Jahres, die jährlich von einem großen deutschen Oldtimer-Magazin ausgelobt wird.

Womit wir beim Thema sind, warum Carsten Pätzold zum Beirat „Nachwuchs“ des DEUVET ernannt wurde. Ihm ist es wichtig, die alten Handwerkstechniken zu erhalten, damit klassische Fahrzeuge auch in der Zukunft fahrbereit sind. Getreu dem Motto des DEUVET: Mit uns hat mobile Vergangenheit Zukunft. Und so kümmert sich Carsten darum, junge und jung gebliebene Leute, also unseren mobilen Nachwuchs, für die klassischen Fahrzeuge zu begeistern. Wichtig ist ihm aber auch, das technische Wissen an folgende Generationen weiterzugeben, wobei ihm erfahrene Handwerksmeister helfen sollen. Getreu dem Motto: Wissen ist wertvoller als Geld.

Text: Martin Zabel