Bitte lesen Sie auch die untenstehenden Kommentare.
Gerade hat die Zeit der Krötenwanderungen begonnen und schon erreicht den DEUVET eine betrübliche Meldung aus dem Tierschutzbereich. Der Verein "ProBufo" hat einen Antrag an die Bundesregierung gestellt, Dreiradfahrzeuge zu verbieten. Durch die Positionen der einzelnen Räder fehlt den Kröten bei ihren Wanderungen der Schutzbereich in der Mitte des Fahrzeuges. Damit dürfte das Aus für Isetta, Kabinenroller und ähnliche Fahrzeuge bevorstehen.
Die Geschäftsführerin von "ProBufo" Frau Dr. Anastasia Alytes sagte auf Anfrage zu, eventuell könne man sich auf ein saisonales Verbot während der Zeiten der Krötenwanderungen einigen. Eine Ausnahme vom Verbot für Dreiradfahrzeuge mit H-Kennzeichen schloss sie jedoch ausdrücklich aus. Gerade Oldtimer fahren bei ihren Veranstaltungen oft durch ländliche Gebiete und sind dadurch eine entscheidende Gefahr für die Kröten.
Ein Clubvorsitzender eines bekannten Oldtimerclubs aus der Kleinwagenszene reagierte ganz sachlich und gab bekannt, notfalls das Jahrestreffen seines Clubs zu verlegen. Um keine unnötige Aufregung bei seinen Mitgliedern hervorzurufen, möchte er jedoch verständlichweise nicht genannt werden.
Der DEUVET wird sich bemühen, in dieser Angelegenheit eine für alle Betroffenen zufriedenstellende Lösung zu erarbeiten.
Vier Kommentare zu dieser Meldung möchten wir Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten.
Martin Halder, Mitinitiator des Parlamentskreises Automobiles Kulturgut nahm wie folgt Stellung:
Lieber Peter,
mit diesem Thema sollte sich doch dringend der Parlamentskreis Automobiles Kulturgut beschäftigen. Ich sehe mich als Koordinator des Arbeitskreises hier in der Pflicht, sofort am heutigen 1. April tätig zu werden. Eine erste Krisenrunde tagt noch die Woche, zusammengesetzt aus den Dekanen aller deutscher Biologiefakultäten, allen Vorstandsvorsitzenden der europäischen Automobilhersteller, den aus dem Osterurlaub zurückzitierten Bundeskabinett und Al Gore als Moderator. Ein erster Vorschlag von Apple-Chef Steve Jobs, die Dreiräder doch als App nur noch auf dem Handy fahrend zu simulieren, wurde von der Mineralölindustrie abgelehnt. Mehr Chancen auf Umsetzung hat ein Krötenzertifikat nach Vorbild der CO2-Zertifikate. Wer also ein Dreirad fährt, muss als Ausgleich für die überdurchschnittliche Gefährdung duch sein Fahrzeug einer Krötenfamilie in seinem heimischen Umfeld Obdach gewähren und bei Pflege und Aufzucht des Krötennachwuches tatkräftig unterstützen.
Weitere Infos zu diesem Thema erhälst Du über die Pressestelle der Uno-Generalsekretariats, daß eine zwischen den G 20-Staaten abgestimmte Resolution vorbereitet.
Mit besten Grüßen und Wünschen für die im Moment besonders gefährdeten Logistik-Hasen
Martin Halder
So schrieb Jörn Müller-Neuhaus, Redakteur unseres Kooperationspartners Auto-Classic:
Zunächst einmal Danke für diese wichtige Meldung.
Im Grunde genommen gehen alle bisher genannten Reaktionen jedoch am Problem vorbei. Es kann nur eine Lösung geben, die im Münchner Raum ein Karo-Besitzer schon vor fast 30 Jahren umsetzte: den Umbau auf 4 Räder: Bild anbei.
Mit dem Fahrwerksumbau wurde gleichzeitig auch die Antriebseinheit auf modernste Technologie umgebaut, nämlich auf einen 3-Zylinder-DKW-Motor, der dank mechanischer Kröteninjektion (K-Jettronic) und intensivster Fütterung von Kraftnahrung um die 80 PS an die dreiteiligen BBS-Räder entlassen soll. Wieviele Kröten für diesen Umbau allerdings unter Lebensgefahr die Strassenseite wechseln mussten, ist nicht bekannt.
Jörn-M. Müller-Neuhaus

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Herrn Jörn Müller-Neuhaus
Ein weiterer Kommentar kam von Herrn Michael Waitl, Alt-Opel-IG:
Guten Morgen,
Zunächst möchte ich mich bei Herrn Schneider für diese wichtige Mitteilung bedanken. Nicht auszudenken, wenn dieser Antrag ohne die notwendige öffentliche Aufmerksamkeit einfach so durchgegangen wäre…
Als Eigentümer eines 1958er Chevrolet Impala, welcher im Film „American Graffiti“ eine tragende Rolle spielte und dort von einem jungen Mann mit Spitznamen „the Toad“ (auf deutsch: die Kröte, im Film schlecht mit „Froschauge“ synchronisiert) gesteuert wurde, kann ich hier nicht tatenlos zusehen. Daher werde ich die Initiative „Dreirad auf Wolken“, kurz „D.R.A.W.“ zum heutigen 1. April ins Leben rufen.
Ich plane hier die Entwicklung eines universell einsetzbaren Hoovercraft-Fahrschemels, mit welchem die Fahrzeuge dann gefahrlos über jegliches Tier gleiten können. Dies sollte bis zur Größe einer Industrieziege funktionieren, da deren kostbares Kunstleder ja auch nicht gefährdet werden darf. Ich muss mir nur noch Gedanken zur sicheren Vermeidung des Frosch-im-Mixer-Effekts durch die für das Luftkissen leider erforderlichen Turbinen machen… Vielleicht hat ja jemand unter Ihnen eine zündende Idee?
Als Übergangslösung, bis mein Fahrschemel TÜV- und H-Kennzeichen-konform umgesetzt werden kann, denke ich an eine Art Frontstaubsauger für Dreiradfahrzeuge. Dieser soll ähnlich vor dem Wagen knapp über dem Asphalt schweben und die Kröten behutsam in ein Auffangaquarium fördern. Besonnene Fahrer, welche das Aquarium regelmäßig nach der Durchquerung eines Krötenwandergebietes ausleeren vorausgesetzt, sollte auch ein Abstecher über einen staubigen Feldweg oder eine Kiesstraße keine nennenswerte Gefahr für die putzigen Tierchen darstellen.
All das benötigt natürlich ein gewisses Maß an Unterstützung von außen. Daher hoffe ich für D.R.A.W. auf finanzielle Zuwendung durch den DEUVET, eine gratis zur Verfügung gestellte Werkstatt im Meilenwerk Düsseldorf und selbstverständlich ordentlich Promotion in den einschlägig bekannten Printmedien Oldtimer Markt und –Praxis, sowie der Motor Klassik. Da ich auch nicht weit vom Rhein wohne, müsste mir noch jemand die Lobbyarbeit bei den Rheinfährenbetreibern abnehmen. Ich befürchte hier Sabotage wegen Konkurrenzangst durch verstärkt auftretenden Individualtourismus auf dem Rhein…
Viele Grüße und frohe Ostern!
Michael Waitl (Alt-Opel-IG)
Michael Goebel von der Alt-Opel-IG nahm wie folgt Stellung:
Lieber DEUVET
Es ist löblich, dass der DEUVET derart wichtige Themen aufgreift.
Es gibt jedoch eine einfache technische Lösung, die der TÜV sicher mittragen wird.
Da die Schneeschaufeln jetzt nach dem Winter nicht mehr benötigt werden, können diese während der Zeit der Krötenwanderung vor das
Mittelrad angebracht werden, um die auf der Fahrbahn befindlichen Kröten beiseite zu räumen.
Übrigens: Der Verein PRO KRÖTE e.V. hat angeregt, die Tiere mit körpergerechten Warnwesten zu versehen,
damit die Tiere bei Dunkelheit besser gesehen werden können und die Autofahrer frühzeitig ausweisen können.
Ich selbst bin von der Thematik nicht betroffen, da ich seit dem vierten Lebensjahr nicht mehr Dreirad fahre.
Sie sollten den Vorschlag jedoch mit dem Tierschutz abklären, da von dort bereits Protestkundgebungen zum ersten April gegen den Einsatz von Zebrastreifen und Katzenaugen im Straßenverkehr angekündigt zum worden sind.